Was kommt, was bleibt?

Wir ver­ra­ten, wel­che Wohn­trends wir aus dem alten Jahr mit­neh­men, aber auch wel­che Far­ben, Mus­ter und Mate­ria­li­en 2017 neu bei uns ein­zie­hen dürfen.

Hyg­ge“ heißt die Glücks­for­mel für das Jahr 2017. Das ist Dänisch und bedeu­tet so viel wie Gemüt­lich­keit, Gebor­gen­heit. Wir seh­nen uns nach Ver­trau­en, Sicher­heit und Wär­me – genau die­se Qua­li­tä­ten soll auch unser Zuhau­se ausstrahlen.

Das Titel­bild oben stammt aus unse­rer Foto­pro­duk­ti­on (alle Bil­der fin­den Sie in unse­rer Janu­ar­aus­ga­be) für die Inter­es­sen­ge­mein­schaft deut­scher Heim­tex­til­an­bie­ter Deco Team.

Wohntrend 1: natürliche Materialien in zartem Pastell

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Unser ers­ter Wohn­trend 2017 spie­gelt daher unser Bedürf­nis nach Ruhe und Ent­span­nung. Wer frü­her eine Aus­zeit brauch­te ging auf Rei­sen. In unse­rer immer hek­ti­sche­ren Welt und ihrer omni­prä­sen­ten Ver­füg­bar­keit von Infor­ma­tio­nen oder Kon­sum­gü­tern ist man eigent­lich am Abend jedes Tages reif für die Insel. Kein Wun­der also, dass wir uns die­se Insel in den eige­nen vier Wän­den erschaffen.

Natür­li­che, auf den ers­ten Blick viel­leicht eher unspek­ta­ku­lä­re Mate­ria­li­en ret­ten uns vor dem digi­ta­len Bur­nout: Holz, Leder und Stein im Mix mit Wol­le, Samt oder Sei­de. Der Clou sind die Qua­li­tät sowie die hand­werk­li­che Ver­ar­bei­tung, z. B. ein Plaid in gro­bem Strick oder fei­nem Kasch­mir. In die­sem Zusam­men­hang bekommt das alt­be­kann­te Cre­do „weni­ger ist mehr“ eine ganz neue Bedeu­tung. Hel­le bis pud­ri­ge Töne, vor allem im Rosé­be­reich, wir­ken luf­tig und leicht, aber auch warm und freund­lich. Dafür pols­tern wir nicht nur jede ver­füg­ba­re Flä­che mit Kis­sen und kusche­li­gen Plaids, auch Vor­hän­ge und Tep­pi­che ver­voll­komm­nen das Gefühl einer lie­be­vol­len Umarmung.

Fotos von links: Rosen­thal, Col­e­fax & Fow­ler, Sah­co

Wohntrend 2: Denim Blue

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Die läs­sig ele­gan­ten Blau­tö­ne, die wir 2016 lie­ben gelernt haben, beglei­ten uns glück­li­cher­wei­se auch im neu­en Jahr. Indi­go, Jeans und Petrol haben dabei ein­deu­tig die Nase vorn. Wird Blau­tö­nen oft­mals eine küh­le Wir­kung nach­ge­sagt, ver­fü­gen die­se drei Ver­tre­ter defi­ni­tiv über eine gemüt­li­che Aus­strah­lung. Nach Nacht­blau im ver­gan­ge­nen Jahr domi­nie­ren nun eher die gedeck­te­ren Blau­nu­an­cen. Die­se pas­sen gut zum Retro- oder Mid-Cen­tu­ry-Modern-Style, des­sen Beliebt­heit sich wei­ter mani­fes­tiert. Zu den dunk­len Tönen kom­men metal­le­ne Akzen­te beson­ders schön zur Gel­tung und ver­edeln den Look. Glän­zen­des Kup­fer wird hier aller­dings zuneh­mend abge­löst von mat­tier­ten Messingoberflächen.

Fotos von links: Lexing­ton, Jona­than Adler, Sand­berg

Wohntrend 3: Grünzone

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Die­ser Wohn­trend eröff­net völ­lig neue Inter­ak­ti­ons­mög­lich­kei­ten zwi­schen Mensch und Pflan­ze. Mal abge­se­hen von Topf­pflan­zen, die auf Bei­stell­ti­schen und Kon­so­len sprie­ßen oder in Hän­ge­am­peln von der Decke wuchern, sprießt fri­sches Grün auf Stof­fen und Tape­ten (mehr zum Zim­mer­pflan­zen-Trend lesen Sie hier). Blü­ten spit­zen aus dem Blatt­werk her­vor, zwi­schen dem sich ger­ne auch Vögel und Schmet­ter­lin­ge tummeln.

Sie sind kein aus­ge­spro­che­ner „Gree­n­e­ry“-Fan, der gift­grü­nen Pan­tone­far­be des Jah­res? Kein Pro­blem, denn die Palet­te der Chlo­ro­phyll-Freun­de reicht vom ers­ten Blatt­grün des Früh­lings über wei­che Moos- und Flech­ten­tö­ne bis ins dunk­le Grün ver­steck­ter Schat­ten­ge­wäch­se. Vor allem als Velours kommt Dun­kel­grün auf Ses­seln und Sofas groß raus. Ger­ne auch in Kom­bi­na­ti­on mit den Blau­tö­nen aus Trend 3. Den natür­li­chen Look unter­strei­chen mat­te Holz- oder Steinböden.

Und hier gibt’s Tipps, wie Sie Grün als Wand­far­be einsetzen.

Fotos von links: Litt­le Gree­ne, Manu­el Cano­vas, Let­ti & Co

Wohntrend 4: Mattschwarz – Naturmaterialien zeigen die weiche Seite der unbunten Farbe

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Natur­ma­te­ria­li­en zeig­hen die wei­che Sei­te der unbun­ten Far­be: Auch wenn manch einer dem klas­si­schen Schwarz-Weiß skan­di­na­vi­scher Inte­ri­eurs eine Absa­ge erteilt, ist Schwarz auch im Jahr 2017 ange­sagt – es kommt statt prot­zig auf Hoch­glanz poliert nun mit edel mat­tem Under­state­ment daher. Mate­ria­li­en wie Holz, Rat­tan oder bräun­li­che Stein­bö­den, neh­men der Farb­emp­fin­dung, die beim Feh­len eines visu­el­len Rei­zes ent­steht, ihre unbun­te Käl­te. Vor allem Leuch­ten und Acces­soires set­zen dem Matt­ef­fekt glän­zen­de Metall­tö­ne entgegen.

Fotos von links: Litt­le Gree­ne, Chiv­as­so, Apai­ser

Wohntrend 5: Folkloristische Dessins

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Dyna­mik und Ver­än­de­rung beschrei­ben und bestim­men das Leben moder­ner Groß­stadt­no­ma­den. In der gan­zen Welt unter­wegs, wol­len sie ihre Ein­drü­cke aus aller Her­ren Län­der daheim zu einem indi­vi­du­el­len Look ver­ei­nen und prä­gen so den urba­nen Mul­ti­kul­tu­ra­lis­mus des Boho-Styles. Tra­di­tio­nel­le Hand­werks­tech­ni­ken wie Sti­cke­rei­en oder Appli­ka­tio­nen ste­hen hier für Her­stel­lungs­wei­sen weit weg von indus­tria­li­sier­ter Mas­sen­pro­duk­ti­on, wer­den aber moder­ni­siert und luxu­ri­ös ver­eint. Folk­lo­ris­ti­sche For­men und Mus­ter machen die Kon­ti­nen­te nicht nur geo­gra­fisch loka­li­sier­bar, son­dern auch kul­tu­rell erfahrbar.

Lesen Sie dazu auch unser Inter­view mit einer Pio­nie­rin: der spa­ni­schen Tep­pich-Desi­gne­rin Nani Marquina.

Fotos von links: Manu­el Cano­vas, Etami­ne, Pierre Frey

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