Tipps zur Treppengestaltung

Häu­fig fällt der Blick beim Betre­ten von Häu­sern oder Woh­nun­gen auf einen meist sträf­lich ver­nach­läs­sig­ten Bereich: die Trep­pe. Wir zei­gen, wie der Ort des Ankom­mens und Ver­bin­dens zum krea­ti­ven Auf­takt für den Wohn­be­reich wird.

Titel­bild: Den Trep­pen­auf­gang ziert Tape­te „Rich­mond Green – Stel­la“ von Litt­le Greene

In der Archi­tek­tur­ge­schich­te, wie zum Bei­spiel im Barock oder Jugend­stil, waren Trep­pen­häu­ser und -auf­gän­ge meist pracht­voll geschmückt. Sie dien­ten Reprä­sen­ta­ti­ons­zwe­cken und der insze­nier­te Auf­stieg schien nicht nur räum­lich gese­hen nach oben zu füh­ren, son­dern ver­mit­tel­te gera­de­zu ein Gefühl von Erha­ben­heit. Nicht umsonst füh­ren selbst zum Königs­thron meist meh­re­re Stu­fen hinauf.

Allein die Tat­sa­che, dass im Rei­hen­haus der Trep­pen­be­reich klei­ner aus­fällt als im Schloss, soll­te jedoch nicht den Ein­druck erwe­cken, kei­nen Gedan­ken an die Optik ver­schwen­den zu müs­sen. Im Gegen­teil, gera­de auf wenig Raum fällt eine wohl durch­dach­te Gestal­tung sofort ins Auge.

Generell unterscheidet man zwei Formen von Treppen

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Neben einer Zwei­holm­trep­pe in schwar­zem Metall ver­bin­den die gedeck­ten Blau­tö­ne „Indus­tri­al Blue“ und „Icy Blue“ die Stock­wer­ke (Zet­te­ler Jotun)

  • Die klas­si­sche Zwei­holm­trep­pe ist eine Trep­pe, deren Stu­fen von einem höl­zer­nen oder metal­le­nen Gerüst ent­we­der getra­gen oder seit­lich von soge­nann­ten Wan­gen gefasst werden.
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Vor der in „Denim Drift“ gestri­che­nen Wand kommt die wei­ße Falt­werk­trep­pe beson­ders gut zur Gel­tung (Dulux)

  • Die extra­va­gan­te Falt­werk­trep­pe hin­ge­gen ist ohne tra­gen­de Wan­gen kon­stru­iert und besteht ledig­lich aus zwei im rech­ten Win­kel auf­ein­an­der tref­fen­de Stu­fen und Setzstufen.

Trep­pen kön­nen offen oder aber unter­mau­ert an einer Wand­sei­te nach oben füh­ren, sich im Bogen nach oben win­den, wie die Wen­del­trep­pe, oder frei im Raum schwe­ben, was beson­ders leicht und luf­tig wirkt.

Je nach Bau­wei­se schlum­mern im Bereich des Trep­pen­auf­gangs die unter­schied­lichs­ten Mög­lich­kei­ten sich krea­tiv aus­zu­to­ben. Ob Alt­bau, Neu­bau oder Rei­hen­haus, die Gestal­tung soll­te zum Gebäu­de passen.

Immer an der Wand lang

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Schim­mern­de Blät­ter ran­ken über die Tape­te „Sefi­na“ von Romo

Zum einen kön­nen mit­tels Far­be an Wand sowie Gelän­der oder Hand­lauf Akzen­te gesetzt wer­den. Dabei kann die Wand kom­plett oder auch nur in Tei­len ange­malt wer­den. Wer es lie­ber gemus­tert mag ist mit Tape­ten gut beraten.

Bei­de Gestal­tungs­ele­men­te kön­nen ent­we­der über­all, gezielt nur an einer Wand­sei­te der Trep­pe oder auch zusam­men zum Ein­satz kom­men. Bei gemau­er­ten Trep­pen besteht zudem die Mög­lich­keit die­se Mau­er eben­falls bunt zu fas­sen oder mit einer Tape­te gezielt in Sze­ne zu setzen.

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In bewuss­tem Gegen­satz zum Alt­bau steht das expres­si­ve Strei­fend­essin von Tape­te „Chro­ma­tic Stri­pe“ (Far­row & Ball)

Ein textiler Treppenbelag muss nicht spießig wirken

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Dezen­tes Grau (Far­row & Ball) lässt dem gra­fi­schen Des­sin auf dem Trep­pen­läu­fer den Vortritt

Ein Tep­pich auf den Stu­fen erhöht die Tritt­si­cher­heit, schluckt den Schall, wirkt gemüt­lich und bie­tet eben­so wie die Wand die Mög­lich­keit zur far­bi­gen wie gra­fi­schen Gestal­tung. Wo Läu­fer nicht umsetz­bar sind kön­nen auch deko­ra­ti­ve Wand­tep­pi­che einen Teil des Schalls schlucken.

Ins rechte Licht gesetzt

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Zwei „Hendrix“-Leuchter (Delight­full) sowie ein Tisch grei­fen die Run­dung der Wen­del­trep­pe auf

Da Trep­pen­auf­gän­ge häu­fig kei­ne Fens­ter haben, weil sie, wie meist in Dop­pel- oder Rei­hen­häu­sern, an der Wand zum Nach­bar­haus plat­ziert sind, spielt die rich­ti­ge Beleuch­tung eine gro­ße Rol­le. Wäh­rend Mini­ma­lis­ten ger­ne neben ein­zel­nen Stu­fen klei­ne Spots in die Wand ein­fü­gen las­sen, kön­nen Freun­de eines mon­dä­nen Life­styles hier in die Vol­len gehen und auf deko­ra­ti­ve bis impo­san­te Leucht­kör­per setzen.

Möbel am Treppenaufgang

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Glas­wand statt Gelän­der bie­tet Schutz und ist optisch nicht im Weg. Zum Schu­he anzie­hen sitzt man hier auf bun­ten Kis­sen (Zim­mer + Roh­de)

Auch der kleins­te Raum am Trep­pen­ab­satz kann sinn­voll genutzt wer­den, denn gera­de im Ein­gangs­be­reich ist eine Abla­ge­mög­lich­keit für Hand­ta­sche, Auto­schlüs­sel, Son­nen­bril­le oder zum beque­men An- und Aus­zie­hen der Schu­he sehr prak­tisch. Am bes­ten noch mit Klap­pen oder Schü­ben für Schals und Co..

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Eine expres­si­ve Blu­men­ta­pe­te macht den Trep­pen­auf­gang zum Eye­cat­cher (Dani­el­le Col­ding Design)

Wer Platz hat kann unter oder am Trep­pen­auf­gang auch Rega­le, Kom­mo­den, einen klei­nen Sekre­tär oder eine Sitz­mög­lich­keit ein­pla­nen. Doch auch mit­ten im Haus kann der Trep­pen­be­reich für sel­bi­ge genutzt wer­den, wobei es eigent­lich kei­ne Rol­le spielt, ob die Trep­pe an der Wand hoch­führt oder frei­schwe­bend in den Raum ragt.

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Als Ein­zel­box oder kom­bi­niert zum Side­board las­sen sich die Ele­men­te von Möbel­se­rie „Nex“ indi­vi­du­ell zusam­men­stel­len (Piu­re)

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