Das Haus“ von Todd Bracher

Mit dem Design-Event „Das Haus“ bie­tet die Möbel­mes­se IMM Colo­gne ein­fluss­rei­chen Gestal­tern die Chan­ce ihre ganz per­sön­li­che Visi­on vom Woh­nen umzu­set­zen. Für die sechs­te Aus­ga­be der Wohn­haus-Simu­la­ti­on geht mit dem New Yor­ker Pro­dukt­de­si­gner Todd Bra­cher ein jun­ger Krea­ti­ver an den Start, der wie sein Vor­gän­ger Sebas­ti­an Her­kner mit dem tra­di­tio­nel­len Kon­zept ein­zel­ner Zim­mer bricht.

Sinnvoll angewandte Freiheit

Frei­heit ist eine Her­aus­for­de­rung“, stellt Todd Bra­cher fest. Bei sei­nen krea­ti­ven Höhen­flü­gen folgt er der boden­stän­di­gen Devi­se: „Mach‘ was Sinn­vol­les.“ Sein Name ist bis­lang wohl eher Design­en­thu­si­as­ten ein Begriff. Dabei hat der 42-Jäh­ri­ge schon als Seni­or Desi­gner bei Tom Dixon gear­bei­tet und ent­wirft schlich­te, form­schö­ne Möbel und Gebrauchs­ge­gen­stän­de für inter­na­tio­nal erfolg­rei­che Fir­men wie Fritz Han­sen, Zanot­ta, Jagu­ar oder Urban Out­fit­ters. Gewöhn­lich muss sich Todd Bra­cher, der meh­re­re Jah­re in Skan­di­na­vi­en gelebt und heu­te ein Stu­dio in New York hat, bei sei­nen Auf­trä­gen an vie­le Vor­ga­ben halten.

Das ‚was war‘ in Frage stellen

Ganz frei von mate­ri­el­len Zwän­gen hin­ge­gen gestal­te­te er nun die Instal­la­ti­on „Das Haus“ auf der dies­jäh­ri­gen IMM Colo­gne. „Wir wer­den die Vor­stel­lung davon, was zeit­ge­nös­si­sches Woh­nen aus­macht, infra­ge stel­len, indem wir die Grund­la­gen über­den­ken, die das Zuhau­se defi­nie­ren und uns anse­hen, ob sie den Anfor­de­run­gen der heu­ti­gen Welt ent­spre­chend aus­ge­legt sind“, hat­te Bau­herr Todd Bra­cher sei­nen Ent­wurf angekündigt.

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Membran statt Mauern

Das Ergeb­nis kann vom 16. bis 22. Janu­ar in Hal­le 2.2 der Köl­ner Mes­se in Augen­schein genom­men wer­den. Flie­ßen­de Über­gän­ge und mul­ti-funk­tio­na­le Zonen machen auf dem rund 200 Qua­drat­me­ter gro­ßen Are­al moder­nes Woh­nen eben­so erfahr­bar wie den Den­ker dahin­ter. So scheint das Dach los­ge­löst vom Rest über dem Gebäu­de zu schwe­ben. Ein kugel­för­mi­ges Leucht­ob­jekt dar­un­ter erhellt den von Bra­cher erson­ne­nen Wohn­kos­mos aus schräg zuein­an­der ste­hen­den Kuben. Offen inein­an­der über­ge­hen­de Zonen für Ver­sor­gung, Erho­lung und Hygie­ne erset­zen Küche, Wohn- und Schlaf­zim­mer sowie das Bad.

Auch ver­zich­tet Bra­cher auf fes­te Außen­wän­de und über­zieht sein „Haus“ statt­des­sen mit einem halb­trans­pa­ren­ten Gewe­be, das viel­mehr einer Haut ähnelt. „Das Zuhau­se stellt eine ele­men­ta­re Syn­the­se aus Bedürf­nis­sen und Funk­tio­nen dar, ganz dar­auf abge­stimmt, sei­ne Bewoh­ner in ihrem All­tags­le­ben und in ihrer Ent­wick­lung zu unter­stüt­zen“, erklärt Bra­cher sei­ne Idee.

Vom Wohnen zum Leben

In die­sem Haus ist Raum zum Träu­men, Platz sich mit Wis­sen oder Essen zu ver­sor­gen, allein oder mit Freun­den. Todd Bra­cher kommt es auf die bewuss­te Ver­bin­dung von Woh­nen und Leben an und ruft uns den Slo­gan eines bekann­ten Möbel­schwe­den in Erin­ne­rung. Jeder kennt ihn, doch nicht jeder hat schon mal dar­über nach­ge­dacht. Wie es aus­se­hen kann, wenn man es tut? Auf der IMM vor­bei- und in Todd Bra­chers Haus reinschauen!

www.toddbracher.com

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