Eine mallorquinische Villa in Blau und Weiß

Eigent­lich such­ten Bar­ba­ra Berg­man und Klas Käll nur ein Feri­en­häus­chen am Meer. Bis sie die Vil­la in der Bucht von Pol­lença entdeckten.

Vom Ferienhäuschen zur Villa

Eigent­lich woll­ten wir nur ein klei­nes Feri­en­haus am Meer“, erzählt Bar­ba­ra Berg­man und schaut sich lächelnd in ihrem groß­zü­gi­gen Urlaubs­do­mi­zil mit den vie­len Gäs­te­zim­mern um. „Ein guter Bekann­ter, unser Rechts­an­walt, wuss­te von die­sem Anwe­sen, schwärm­te von der Traum­la­ge und warn­te uns vor der Größe.“

Bei­des wäre nicht nötig gewe­sen, berich­tet Bar­ba­ra wei­ter. Als sie und Klas das Haus vor zwölf Jah­ren zum ers­ten Mal betre­ten haben, war es bei bei­den Lie­be auf den ers­ten Schritt. In der Vil­la schien die Zeit auf ent­spann­te Wei­se still­zu­ste­hen – genau die rich­ti­ge Aura für einen pri­va­ten Rück­zugs­ort. Seit­dem das insel­ty­pi­sche Gebäu­de mit Rund­bö­gen und über­dach­ter Ter­ras­se in den 50er-Jah­ren gebaut wur­de, war nichts mehr dar­an reno­viert worden.

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Unter der Leuch­te aus Pal­men­blät­tern brei­tet sich skan­di­na­vi­sches Web­hand­werk aus. Das groß­for­ma­ti­ge Bild stammt von Joan Avi­la, einem mal­lor­qui­ni­schen Künstler

Die vor­he­ri­gen Besit­zer hat­ten sogar einen Teil ihrer Möbel zurück­ge­las­sen. „Glück für uns“, stellt Bar­ba­ra fest. „Denn in den ers­ten Jah­ren war unse­re eige­ne Ein­rich­tung eher ambu­lant, wie auf dem Zelt­platz. Wir woll­ten erst die Geneh­mi­gung zum Umbau haben und die ließ auf sich warten.“

Lang ersehnte Renovierung

Soweit es die Sta­tik zuließ, haben wir im Erd­ge­schoss zuerst ein­mal meh­re­re Wän­de ein­ge­ris­sen, um einen offe­nen Wohn­raum zu gestal­ten“, erklärt Klas. „Dabei sind wir eigent­lich gar kei­ne Lieb­ha­ber von loft­ähn­li­chen Woh­nun­gen.“ Doch an die­sem Ort wirkt die möblier­te Hal­le mit den vie­len, meist offe­nen Glas­tü­ren eben­so luf­tig wie die über­dach­te Ter­ras­se draußen.

Im Zuge des Umbaus sind auch alle Böden reno­viert wor­den: Das gesam­te Par­terre ist mit dem glei­chen mal­lor­qui­ni­schen Natur­stein gestal­tet, was die groß­zü­gi­ge Optik die­ser Eta­ge noch unter­streicht. „Wir brauch­ten für unser Pro­jekt so viel davon, dass das Mate­ri­al für kur­ze Zeit aus­ver­kauft war“, sagt Bar­ba­ra Berg­man lachend.

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Die vie­len Zim­mer ermög­li­chen Bar­ba­ra und Klas viel­fäl­ti­ge Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten der ein­zel­nen Räume

Maritim einrichten wie die Profis

Erst vor vier Jah­ren waren schließ­lich alle Reno­vie­rungs­ar­bei­ten abge­schlos­sen und man konn­te sich ans Ein­rich­ten machen. „Aus Nost­al­gie haben wir eini­ge von den alten Möbeln der Vor­be­sit­zer behal­ten. Aber sonst sind die Zim­mer mit Lieb­lings­stü­cken aus aller Welt gestal­tet“, sagt Klas. „Und aus unse­rem eige­nen Laden in Pal­ma“, fügt Bar­ba­ra hin­zu. Der welt­ge­wand­te Stil­mix, der das Inte­ri­eur bestimmt, habe wie von selbst zusam­men­ge­fun­den – mühe­los kom­bi­nier­te das Paar Mal­lor­ca-, Skan­di­na­vi­en-und Asia-Style.

Nicht umsonst waren hier Exper­ten am Werk. Klas ist einer der drei Grün­der der Mar­ke Gant, für die er Fashion- und Home-Kol­lek­tio­nen designt hat. Neben der Möbel­aus­wahl küm­mer­te er sich um die tex­ti­le Gestal­tung der Vil­la. Das Meer war als Inspi­ra­ti­on qua­si unum­gäng­lich und so spie­len in fast allen Zim­mern die Far­ben Blau und Weiß die Hauptrollen.

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Das tex­ti­le Inte­ri­eur trägt Klas’ Handschrift
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Die schwe­di­schen Sofas pols­ter­te er mit Ralph-Lau­ren-Stof­fen und blau-wei­ßem Mus­ter­mix auf

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Auch in Küche wird das Farb­kon­zept durchgezogen …
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… in einem der Gäs­te­zim­mer wird es jedoch mit einem schö­nen Mix aus Rot, Pink und Oran­ge durchbrochen

 

Die meis­ten Gemäl­de, Arte­fak­te und Foto­gra­fi­en, die in jedem Raum die Wän­de schmü­cken, unter­stan­den wie­der­um Bar­ba­ras siche­rem Blick. Sie kennt sich in der Kunst­sze­ne Mal­lor­cas aus und hat vie­le Stü­cke der pri­va­ten Samm­lung auf der Insel erstan­den. „Außer­dem haben wir in unse­rem Laden eine Art Gal­le­ry, in der wir regel­mä­ßig ein­hei­mi­sche Künst­ler aus­stel­len oder deren Wer­ke zu unse­rem stän­di­gen Sor­ti­ment gehö­ren. Und sehr oft kau­fen wir selbst dort ein – wie das gro­ße Bild von Joan Avi­la in der Halle.“

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Gemüt­li­che Gäs­te­zim­mer, lie­be­vol­le Bewir­tung und das Meer – Besuch bleibt hier gern länger

Aber heu­te gehe es nicht zur Arbeit nach Pal­ma, son­dern an den Strand. Nach­her noch ein Spa­zier­gang mit den Hun­den, gefolgt von einem Drink am Pool, spä­ter gemüt­li­ches Bar­be­cue auf der Ter­ras­se. Klingt nach dem per­fek­ten Tag. „Stimmt!“, sagt Bar­ba­ra fröhlich.

Text: Andrea Wolff / Sty­ling & Fotos: Vic­to­ria Ahmadi

www.rialtoliving.com

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