Lila Wand: Gestaltungsideen für eine unterschätzte Farbe
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Lila ist beliebt, Lila wird geliebt, Lila wird gehasst und Lila wird verspottet. Der einen Lieblingsfarbe gilt den anderen als „letzter Versuch“. Eigentlich aber ist es eine Frage der Nuance und der Kombination. Wir verraten, wie Sie die Wohn- und Wandfarbe Lila richtig einsetzen.

Kaum ein anderer Teil des Farbspektrums ist so verwirrend breit wie der zwischen Rot und Blau: Lila, Violett, Mauve, Magenta oder doch Aubergine? Mit jedem Ton verändert sich die Aussage eines Interieurs – zum Teil verheerend. Unser Experte für Raumpsychologie, Uwe Linke, erklärt: „Erst die Mischung aus Violett (von Viola, das Veilchen) und uschuldigem Weiß ergibt Lila.“

Der All-Over-Look

Die Inszenierung des Titelbilds oben stammt von Interiordesigner Shawn Henderson, der das Schlafzimmer eines New Yorker Townhouses ganz in Taupe tauchte. Mit einem grelleren oder reineren Ton würde die monochrome Farbigkeit nicht funktionieren – erst recht nicht im Schlafzimmer, wo man zur Ruhe kommen soll. Spannend wird der Mix über verschiedene Texturen, Kunstwerke und Akzente in Holz. (Foto: Steve Freihon)

Wohnen mit Violett

Uwe Linke lehrt, die „edle Schöne“ nicht banal oder inflationär einzusetzen. Geschickt ist, wenn die violette Wandfarbe sich in Stoffmustern auf Vorhängen oder Polstern wiederfindet, hier am Beispiel von Brunshwig and Fils (in Deutschland über Hahne & Schönberg erhältlich). Auch lässt sie sich effektvoll mit pastellig abgetönten, aber unbedingt „warmen“ Nuancen von Cremeweiß bis Rosé kombinieren, wie im Bild unten von Dulux.

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Die lila Wand

Elegant wird Lila, sobald es in einen zarten Fliederton rutscht. Dann eignet es sich auch für ruhigere Gemüter als Wandfarbe im Esszimmer (Dulux) oder glamouröser gestylt mit Pink- und Flamingo-Nuancen im Wohnzimmer (Bild und Sofa: Duresta). Designer Pascal Walter konstatiert: „Stilistisch ist Lila nicht jung. Eine erwachsene Farbe im positiven Sinn.“

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Richtig kombinieren

Pascal Walter beschreibt Lila auch als Farbe, „die Hilfe braucht“ – von starken Akzenten in Mint, reinem Rot oder sogar komplementärem Gelb. Vor allem, wenn der gewählte Ton sehr ins Blaue geht. „Lila hat immer etwas Fetziges. Es kann sehr modisch sein, sehr laut.“ Dann verträgt es auch den Mix mit starken Farben, wie das schweizer Textillabel Christian Fischbacher mit der neuen Kollektion zeigt oder die Londoner Designer von Occipinti mit einer Schlafzimmer-Inszenierung.

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Blue Notes: die Zwischentöne

Besonders modern sind gerade auch die „irgendwas dazwischen“-Töne, von fast blauem Veilchen an der Wand (cool inszeniert vom Stoffediteur Lelièvre) und Aubergine (auf Bett und Boden von Society Limonta aus Italien).

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Akzente setzen

Es muss ja nicht immer gleich die lila Wand sein. Wer einen farbigen Effekt setzen möchte, kann sich mit einem Polsterbezug herantasten. Gerade auch vor Weiß bekommt ein lila Möbel die Aufmerksamkeit, die es verdient. Und wenn jenes auch nach einem Jahr noch Freude bereitet, wer weiß, vielleicht darf’s beim nächsten Make-over ja auch etwas mehr sein! (Bilder unten vom britischen Farbenhersteller Farrow and Ball und dem italienischen Möbellabel Bonaldo)

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Sie sind noch nicht ganz sicher? Hier finden Sie Tipps und Inspirationen für die Wandgestaltung in Grün, Grau, Rot, Blau, Schwarz und, ja, auch Weiß!

Und wie Designer Pascal Walter selbst wohnt, sehen Sie hier.

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