Freunde fürs Leben: leichte Leinenstoffe von Création Baumann

Netz­ar­ti­ge Metall­sti­cke­rei, rau­ten­för­mig abge­näh­te Fal­ten, ein läs­si­ger Bezugs­stoff aus Lei­nen-Che­n­il­le-Mix – wenn beim Schwei­zer Tex­til­her­stel­ler Créa­ti­on Bau­mann eine neue Lei­nen­kol­lek­ti­on ent­steht, ist das Ergeb­nis garan­tiert alles ande­re als lang­wei­lig. Wir woll­ten wis­sen, war­um sich der knitt­ri­ge Lieb­ling aller Öko-Freaks der­zeit wie­der so gro­ßer Beliebt­heit erfreut und spra­chen mit Chef­de­si­gne­rin Irma Faeh.

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Frau Faeh, Leinen liegt heute wieder im Trend und ist in fast allen Interior-Kollektionen zu finden. Wie erklären Sie sich das?

Ich den­ke, das hängt mit dem wach­sen­den Bedürf­nis nach Natür­lich­keit und Qua­li­tät bei der Innen­ein­rich­tung zusammen.

Welche Vorzüge hat Leinen gerade in der Einrichtung? Wo liegen die Grenzen?

Wegen sei­ner Natür­lich­keit ver­mit­telt Lei­nen das Gefühl von Har­mo­nie und Gebor­gen­heit. Dies stei­gert das per­sön­li­che Wohl­be­fin­den der Men­schen in pri­va­ten Räu­men. Zudem hat es die Fähig­keit, Feuch­tig­keit auf­zu­neh­men regu­liert damit das Raum­kli­ma. Wie alle Natur­fa­sern geht Lei­nen beim Waschen etwas ein, wes­halb wir eine Vor­wä­sche emp­feh­len. Die Gren­zen lie­gen also dort, wo der Kun­de erwar­tet, dass ein Natur­ma­te­ri­al sich ver­hält wie ein Polyesterstoff.

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Wie gehen Sie mit Vorurteilen wie um, etwa: „Aber das knittert doch so leicht“?

Lei­nen knit­tert leicht und wer das nicht will, darf kein Lei­nen bei der Ein­rich­tung ein­set­zen. Das Knit­tern ist in die­sem Sin­ne kein Nach­teil, son­dern das Wesen des Lei­nen und macht die ein­zig­ar­ti­ge Schön­heit die­ser Faser aus.

Warum heißt die Kollektion „Linen & Friends“?

Der Name hängt damit zusam­men, dass die Kol­lek­ti­on nicht nur aus Lei­nen­stof­fen besteht, son­dern mit Pro­duk­ten aus ande­rem Faser­ma­te­ri­al ergänzt wor­den ist, wie etwa Baum­wol­le – Fri­ends eben.

Gab es bei Création Baumann auch Zeiten ohne Leinen?

Nein. Créa­ti­on Bau­mann hat seit sei­ner Grün­dung 1886 immer Lei­nen­stof­fe im Pro­gramm gehabt. Flachs wur­de in der Regi­on Lan­gen­thal ange­baut und ver­ar­bei­tet. Das gehört also zum Ursprung des Unternehmens.

Création Baumann wurde als also Leinenweberei gegründet. Heute kennt man Sie allerdings eher für die innovativen funktionalen Textilien. Wie passt da ein so traditioneller Stoff wie Leinen ins Portfolio?

Das ist schon rich­tig, aber Créa­ti­on Bau­mann steht eben auf zwei Bei­nen. Die erwähn­ten, eher tech­ni­schen Pro­duk­ten wer­den eher für den Objekt­markt ent­wi­ckelt, also Hotels und ande­re öffent­li­che Ein­rich­tun­gen. Im Pri­va­ten ist die Nach­fra­ge für natür­li­che Pro­duk­te nach wie vor sehr groß.

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Hat sich die Verarbeitung seit der Firmengründung stark verändert?

Das Unter­neh­men ver­ar­bei­tet das Mate­ri­al nun seit 130 Jah­ren, natür­lich muss­te die Tech­no­lo­gie über die Jah­re ange­passt wer­den. Frü­her ließ Créa­ti­on Bau­mann die Pro­duk­te bei Bau­ern der Regi­on auf Hand­web­stüh­len pro­du­zie­ren. Heu­te wer­den Lei­nen­stof­fe auf moder­nen Web­ma­schi­nen gewo­ben und mit High­tech-Eigen­schaf­ten ausgerüstet.

Hat sich seine Verwendung wesentlich verändert oder hat sich vor allem die Optik dem Zeitgeist angepasst?

Der Ein­satz hat sich nicht wesent­lich gewan­delt, so wer­den auch heu­te Lei­nen­stof­fe vor allem als Vor­hän­ge und Bett­wä­sche ein­ge­setzt. Die gro­ße Ver­än­de­rung gab’s bei der Ästhe­tik und sogar noch mehr bei der Hap­tik. Frü­her waren Lei­nen­stof­fe sehr hart im Griff. Heu­te kön­nen wir sie durch mecha­ni­sche oder che­mi­sche Pro­zes­se wei­cher machen. Dies hat den Vor­teil, dass der Knit­ter-Effekt bereits beim Kauf des Pro­duk­tes sicht­bar ist. Das bewahrt vor nega­ti­ven Über­ra­schun­gen daheim.

Bitte vervollständigen Sie: Ich liebe Leinen …

…, weil es eine hoch­wer­ti­ge Natür­lich­keit, einen fri­schen Griff und einen schö­nen Fall hat. Lei­nen ist in sei­ner Art ein­zig­ar­tig und hat eine Jahr­tau­sen­de alte Tradition.

www.creationbaumann.com

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