Kinderzimmer Ideen: acht Styletipps

Kaum ein Raum im Haus ist einem so ste­ten Wan­del unter­wor­fen, wie das Kin­der­zim­mer: Sei­ne Anfor­de­run­gen wach­sen mit den Bewoh­nern. Wir zei­gen, was es wirk­lich braucht, damit Ihr Nach­wuchs eben­so sty­lisch wie kind­ge­recht wohnt. 

Titel­bild: Vor Vlie­sta­pe­te „Cas­par“ aus der Kol­lek­ti­on des schwe­di­schen Labels Sand­berg (90 Euro/Rolle) ist eine ganz ein­fa­che Bil­der­ga­le­rie am Seil gespannt, die Fotos, „ech­te“ Kunst und Wer­ke der gro­ßen Geschwis­ter ver­eint. Tol­le Idee, die auch Eltern Freu­de macht!

1. Bei Kinderzimmer Ideen ist weniger manchmal mehr

In der Vor­freu­de aufs Baby legen wer­den­de Eltern ger­ne einen über­stei­ger­ten Aktio­nis­mus an den Tag, wenn es um einen eige­nen Raum für den neu­en Mit­be­woh­ner geht. Sie soll­ten aller­dings nicht ver­ges­sen, dass man für ein Baby nicht viel mehr als ein bes­ten­falls höhen­ver­stell­ba­res Baby­bett sowie einen Wickel­tisch braucht. Letz­te­ren idea­ler­wei­se mit Schub­fä­chern für Win­deln, Stramp­ler & Co. Vie­le Wickel­ti­sche bestehen aus einer Kom­mo­de mit Wickel­auf­satz, der abge­nom­men wer­den kann, wenn er nicht mehr benö­tigt wird.

Wer sich das Geschlecht sei­nes Kin­des vor­ab nicht sagen lässt oder gene­rell nicht so auf Rosa und Hell­blau steht, kann einen neu­tra­len Raum gestal­ten, der mit leicht modi­fi­zier­ter Möblie­rung für alle Alters­stu­fen passt. Unser Lieb­lings-Fea­ture ist ein Zim­mer, das Blog­ge­rin Hol­ly Becker für ihren Sohn gestal­te­te: ein beque­mer Ses­sel. Der ist immer toll zum Stil­len, Bil­der­bü­cher anschau­en oder Schlaf­lie­der sin­gen. Von den Bil­dern an den Wän­den sowie ein paar Spiel­sa­chen und Büchern mal abge­se­hen, ist die Grund­aus­stat­tung so neu­tral, dass Sie den Raum auch für grö­ße­re Kin­der nut­zen kön­nen. Und ab der Schul­zeit ersetzt man den Ses­sel ein­fach durch einen Schreibtisch.

Holly-Becker-Aiens_room-Kinderzimmer-decohome.de

2. Rosa oder Hellblau muss schon sein?

Vie­le Mäd­chen durch­lau­fen gera­de im Kin­der­gar­ten-Alter eine inten­si­ve Rosa-Pha­se und haben nur noch Prin­zes­sin­nen und Ein­hör­ner im Kopf. Wer beim Anblick der glub­schäu­gi­gen Dis­ney­da­men Anna und Elsa Bauch­grim­men bekommt, sei­nem Kind aber den Wunsch nicht abschla­gen will, soll­te statt Baby­ro­sa zu einer gebro­che­nen Nuan­ce wie Alt­ro­sé grei­fen. Dank Wol­ken-Tableau an der Wand und tuf­fi­ger Leuch­te kann sich die Bewoh­ne­rin in unse­rem Bei­spiel unten wie im sieb­ten Him­mel füh­len. (Heim­tex­ti­li­en von H&M Home)

HmHome_Kinderzimmer-decohome.de

Ein hell­blau­er Raum wirkt hin­ge­gen viel­leicht etwas küh­ler, aber immer auch coo­ler. Stylish wirkt im Bei­spiel unten vom New Yor­ker Inte­rior­design­stu­dio Wes­ley Moon die Kom­bi mit Regal und Leuch­te in dunk­lem Holz. Weni­ger ver­spielt als die klas­si­schen Kin­der­zeich­nun­gen und Tier­pos­ter wir­ken Kunst­dru­cke oder auch gerahm­te Comics.

Wesley-Moon-Jakes-Room-Kinderzimmer-decohome.de

3. Mit dem Spieltrieb wächst die Gestaltung

Im Kin­der­gar­ten­al­ter wird ein eige­ner Mal­tisch immer wich­ti­ger und das Spie­len wird zuneh­mend ins eige­ne Kin­der­zim­mer ver­legt. Das Bett mit Über­de­cke und Kis­sen tags­über in ein Sofa zu ver­wan­deln erwei­tert im Bei­spiel der ame­ri­ka­ni­schen Inte­rior­desi­gne­rin Emi­ly Hen­der­son den Spiel­be­reich. Damit auch im Som­mer geschla­fen wird, selbst wenn es drau­ßen noch hell ist, kön­nen Stoff­rol­los am Fens­ter den Raum zusätz­lich zu Jalou­si­en oder Plis­sees abdun­keln – deko­ra­ti­ver Effekt inklu­si­ve (hier fin­den Sie mehr Ide­en zur schlau­en und schö­nen Fens­ter­de­ko­ra­ti­on).

Emily-Henderson_Decorview-Makeover_Bedroom-Kinderzimmer-decohome.de

Spiel­zel­te sind in die­sem Alter sehr beliebt, denn sie las­sen sich schnell und pro­blem­los auf- und abbau­en und das drin­nen wie drau­ßen. Dass eine Wand auch mehr­far­big gestri­chen sein kann, ohne gleich kun­ter­bunt zu wir­ken, machen der hel­le Grün- und Blau­strei­fen aus der Kol­lek­ti­on „Colours of Eng­land“ von Litt­le Gree­ne vor. Wich­tig ist hier, dass die bei­den Töne eine ähn­li­che Farb­tie­fe und -tem­pe­ra­tur aufweisen.

Little-Greene_color-EMAIL-Kinderzimmer-decohome.de

4. Eins, zwei oder drei?

Über jede Men­ge Erfah­rung im Ein­rich­ten von Kin­der­zim­mern, gera­de für meh­re­re Kin­der, ver­fü­gen Robert und Court­ney Novo­gratz. Das renom­mier­te Ein­rich­ter­paar aus den USA hat näm­lich selbst sage und schrei­be sie­ben Spröss­lin­ge. In die­sem eher klei­nen Kin­der­zim­mer brin­gen sie neben Bet­ten für drei Kin­der gleich noch jeweils drei Arbeits­plät­ze für die Haus­auf­ga­ben unter. Platz­spa­rend sind die run­den Hocker, die unter die Tisch­plat­te gescho­ben wer­den kön­nen. Beson­de­rer Clou ist hier die Foto­ta­pe­te mit einem Schwarz­weiß­por­trät der Kin­der und davor die deko­ra­ti­ven wie effek­ti­ven Light­bulbs mit bun­ten Kabeln.

Home-by-Novogratz-Kinderzimmer-decohome.de  Home-by-Novogratz-Stockbett-Kinderzimmer-decohome.de

6. Unumgängliche und unvergängliche Kinderzimmer Idee: das Hochbett

Gera­de bei den Sechs- bis Sie­ben­jäh­ri­gen sind Hoch- oder Eta­gen­bet­ten beson­ders beliebt, erklär­ten uns die Innen­ar­chi­tek­tin­nen Gabrie­la Raible und Chris­tia­ne Schleu-Dem­mel aus Münch­nen (das gan­ze Inter­view gibt’s in DECO HOME 3/17). Bei den etwas Älte­ren rückt dann das ent­spann­te Mit­ein­an­der mit Freun­den in den Fokus. Wir zei­gen einen Raum des Schwei­zer Inte­rior­design­bü­ros Thé­baï­de, der bei­des ver­eint und auch Teen­agern sowohl Rück­zugs­mög­lich­kei­ten als auch Platz für die Über­nach­tung der BFF („Best Fri­ends Fore­ver“) bietet.

Alexander de Garidel_Black_Bear_Stockbett-Kinderzimmer-decohome.de

FacebookTwitterPinterestWhatsAppEmailPrint
Weitere Empfehlungen

Suche starten