Die abenteuerliche Verwandlung einer Saarbrücker Villa
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Katharina und Wolfgang Meiser verliebten sich Hals über Kopf in die lange Zeit nur kläglich genutzte Villa mitten in Saarbrücken. Bis sie einziehen konnten, galt es allerdings einige Herausforderungen zu meistern. Ihre kühne Kämpferin in Sachen Ästhetik: Innenarchitektin Sabine Andreas.

„Das war überhaupt nicht geplant. Aber ich habe die Bilder gesehen und gedacht: Das kann nicht sein, so ein Haus mitten in Saarbrücken“, erinnert sich Katharina Meiser. Wolfgang Meiser ließ sich von der Euphorie seiner Frau anstecken und auch von einer ersten Kostenschätzung nicht abschrecken. Es galt nur noch, den richtigen Mitstreiter für das Vorhaben zu finden: die Züricher Interiordesignerin Sabine Andreas.

„Wir wussten, dass Frau Andreas unseren Geschmack trifft. Sie hat ein sehr gutes Gespür dafür, was zu einem passt“. Neben der Einrichterin gehörten auch die Saarbrücker Architekten Wandel Lorch zum Planungsteam. Noch ahnte niemand, welch unerwarteten Herausforderungen man begegnen würde.

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Eine war der Denkmalschutz. Dessen Bestimmungen sahen beispielsweise vor, dass ein grün gekachelter Brunnen im Wintergarten erhalten werden musste. „Meine Gedanken kreisten viele Monate um diesen Brunnen.“, sagt Sabine Andreas. „Aber irgendwann kamen wir an den Punkt, an dem wir sagten: Wir können es nicht ändern, lasst uns das Beste daraus machen.“

Für die Innenarchitektin waren es diese Momente, die ihre Zusammenarbeit mit den Meisers besonders machten. „Von Beginn an waren sie überzeugt: Wir schaffen das! Das wird super! Und das blieb auch so – trotz einiger Rück­schläge.“ Neben dem Denkmalschützer konnte auch der Statiker mit einer Hiobsbotschaft aufwarten. Der Boden im Erdgeschoss bestand aus nur acht Zentimetern Stahlbeton mit einer maximalen Traglast von 200 Kilogramm. Eine Party hätte vermutlich im Keller geendet.

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Während also die gröberen Gewerke unerwartete Katastrophen meisterten und Leitungen, Bäder – im ganze Haus gab es nur ein Bad – sowie die Heizung installierten, begannen Sabine Andreas und Katharina Meiser mit der Planung der Innengestaltung. „Meine größte Sorge war, dass am Ende nichts zueinander passt“, schildert die Hausherrin ihre Bedenken. „Es sind drei Etagen und wir wollten, dass sich die Räume ganz bewusst unterscheiden – aber harmonisch.“ Sabine Andreas begleitete die Vorgespräche mit Parkettlegern und Malern, war Beraterin bei gro­ßen Entscheidungen.

Auch in Sachen Stoff und Tapeten herrschte große Einigkeit. Für die Innenarchitektin sind Textilien wesentlicher Bestandteil guten Wohngefühls. Nachdem man sich grundsätzlich für ein zurückhaltendes Kolorit entschieden hatte, wurden mit Stoffen Akzente gesetzt. Hier gab es einen klaren Wunsch: „Ich will Blumen.“ Darauf wäre die Einrichterin zunächst nicht gekommen, gibt sie zu, hat sich aber überzeugen lassen und ist es immer noch.

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Noch mehr Bilder und die ganze Geschichte finden Sie in DECO HOME 2/2017

Fotos: Sabrina Rothe

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