Aber hop(p)la: Wir sind verliebt in eine Hasentapete
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Bei uns haben Hasen vor allem in der Osterzeit Hochkonjunktur. Dass Meister Lampe jedoch ein beliebtes kunsthistorisches Motiv ist und als solches das ganze Jahr über schön, beweist die neue Tapetenkollektion von Edmond Petit.

Schweigender Betrachter

Mit zierlichen Strichen hat die in Paris lebende Künstlerin Catherine Gran auf Tapete „Hares“ das Langohr samt seiner Leibspeise in Tusche auf Papier gebannt. Mit aufgestellten Löffeln aufmerksam um sich blickend, sitzen zwei Hasen zwischen dem filigranen Grün der Karottenpflanzen und anderen Wildgewächsen. Über ihren Köpfen schwirren Schmetterlinge, Libellen und kleine Insekten. Doch was die beiden Hasen wirklich interessiert, liegt noch unter ihren Füßen verborgen. Im farbig abgesetzten Erdreich, stecken die begehrten Möhren, bereit gleich ausgebuddelt und verspeist zu werden.

Ran an die Möhren

Welches Schicksal den Möhren sonst noch blüht, illustriert Dessin „Fireworks of vegetables“, das Gran als Bund oder bereits als Scheibchen geschnitten im bunten Potpurri mit Artischocken, Erbsenschoten und Zitronenscheiben inszeniert. Hier endet die Reise wohl eher mit einem dynamischen Flug in den Suppentopf.

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Modell mit großen Ohren

Künstlerisch betrachtet sind beide Motive von Altmeistergemälden inspiriert, denn der Hase oder auch das Kaninchen sind häufig verwendete Bildmotive. In der christlichen Kunst stehen die beiden Mümmelmänner für Wiedergeburt und Auferstehung. In der profanen symbolisieren sie Fruchtbarkeit und Sinneslust. Daneben sind sie auf Jagd- und Monatsdarstellungen vor allem in der niederländischen Kunst zu finden. Eine der wohl bekanntesten Tierdarstellungen ist sicherlich der Dürer Hase.

Auch Darstellungen von Obst- und Gemüse zählen in der Kunst zu den symbolträchtigen Motiven. So wird der Herbst in Jahreszeitendarstellungen gerne mit überquellendem Füllhorn dargestellt und symbolisiert als reiche Ernte die Fülle der Natur, von der auch unser Wohlergehen abhängt. Zu Stillleben arrangierten die Niederländer im 16. und 17. Jahrhundert die Gaben der Natur gepaart mit Tieren und edlem Geschirr zum sogenannten Vanitas-Motiv. Dieses spielt vor allem auf die Vergänglichkeit alles Irdischen an und hält dem Menschen vor Augen, dass er keine Gewalt hat über das Leben.

Moderner Klassiker

Für das Tapetenlabel Edmond Petit spielt die Künstlerin in ihren Dessins mit einem Motiv, das in Form von Gemälden in Europa bereits seit Jahrhunderten die Wände zierte. Damit ergänzt die Tapetenkollektion perfekt das Sortiment des auf anspruchsvolle Dekostoffe spezialisierten französischen Traditionshauses. Mit einem farbigen Erdreich in Bordeauxrot, Petrolgrün, Grau oder Schwarz sowie orangefarbenen Karotten interpretiert Catherine Gran das klassische Motiv modern um und spielt als Tapete gleich noch mit der Größe. Ergänzt werden Hasen und Möhren von Dessins mit Erbsenschoten und Zitronen. Wir finden – ihre modernen Klassiker haben einfach das ganze Jahr über Saison.

www.edmond-petit.fr

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