Mendinis Mäander-Mosaik für Bisazza

Mäan­der-Mosa­ik „Gra­na­da“ von Bisaz­za inter­pre­tiert ein klas­si­sches anti­kes Orna­ment ultra­mo­dern. Wir erklä­ren, woher die­ses Motiv kommt und wie man es einsetzt.

Ein Fluss als Namensgeber

Wegen sei­ner vie­len Win­dun­gen stand ein Fluss im heu­ti­gen Ana­to­li­en, der Gro­ße Mäan­der, Pate für den Begriff. Seit der Anti­ke bezeich­net die­ser eine mehr­fa­che Krüm­mung. Dies kann zum Bei­spiel der kur­ven- oder win­dungs­rei­che Ver­lauf eines Weges oder Flus­ses sein. In Kunst und Archi­tek­tur ist damit ein meist mehr­fach gebro­che­nes oder spi­ral­ar­ti­ges Lini­en­or­na­ment oder eine Zier­leis­te auf Kunst­ge­gen­stän­den wie Vasen oder Tex­ti­li­en sowie auf Gebäu­de­tei­len gemeint.

Mäan­der­ar­ti­ge For­men sind bereits in stein­zeit­li­chen Dar­stel­lun­gen zu fin­den. In der grie­chi­schen Anti­ke erhielt das Mäan­der-Motiv, sei­ne bis heu­te bekann­te Form. Seit dem letz­ten Drit­tel des 10. Jh. v. Chr. wur­de das Mäan­der-Motiv auf grie­chi­schen Vasen ver­wen­det und blieb eines der am häu­figs­ten auf Gefä­ßen ver­wen­de­ten Orna­men­te. Ab dem 1. Jh. v. Chr. wur­de es auch in ger­ma­ni­sche Kera­mi­ken ein­ge­ritzt oder mit Hil­fe eines Räd­chens eingerollt.

Die Griechen als Trendsetter

In der Male­rei und Bau­kunst war das Mäan­der-Motiv in der gesam­ten euro­päi­schen Anti­ke prä­sent und wur­de spä­ter von der ara­bi­schen, mau­ri­schen und mit­tel­al­ter­li­chen Kunst über­nom­men. Danach ver­schwand es weit­ge­hend und erfuhr erst im Klas­si­zis­mus eine neue Blü­te. Dass man es für ein klas­si­sches grie­chi­sches Motiv hielt, spie­gelt auch die fran­zö­si­sche Bezeich­nung „à la greque“.

Alessandro Mendini: Design als Verzierung

Der ita­lie­ni­sche Desi­gner, Künst­ler und Archi­tekt Ales­san­dro Men­di­ni ent­warf Mäan­der-Motiv „Gra­na­da“ für Mosa­ik­her­stel­ler Bisaz­za. Es ent­springt der Idee des klas­si­schen Ornaments.

Men­di­ni, der sich vor allem mit pro­vo­kan­tem wie humo­ris­tisch ange­hauch­tem Design (wie dem Fla­schen­öff­ner Anna G für Ales­si) einen Namen gemacht hat, ist über­zeugt: Design ist eigent­lich Re-Design, ent­wer­fen eigent­lich deko­rie­ren. Damit sich die funk­tio­nel­le Sei­te nicht zu sehr auf­drängt, setzt er auf Ver­zie­rung. Künst­le­risch gestal­te­te Ober­flä­chen sind sei­ne Spezialität.

Mit Bisaz­za ver­bin­det Men­di­ni ein bereits über 25 Jah­ren andau­ern­der krea­ti­ver Dia­log. Die Idee für Flie­sen-Mosa­ik „Gra­na­da“ kam Men­di­ni ange­sichts eines Fotos von Gre­na­da in einem Buch, das er mit sei­nem Stu­dio für Bisaz­za realisiert.

Wie verwendet man so ein ornamentales Dessin?

Die­ses Mus­ter ist ein ech­ter Hin­gu­cker. Muti­ge ver­wen­den es natür­lich groß­flä­chig auf einer gan­zen Wand. Doch auch im klei­ne­ren For­mat kommt das Mus­ter groß raus: In Gold auf wei­ßem Fond bril­liert es in der Küche (sie­he Titel­bild) und ver­leiht die­ser zusam­men mit der Arbeits­flä­che in wei­ßem Mar­mor Eleganz.

Der Ein­satz eines sol­chen Glas­mo­sa­iks ist aller­dings nicht zwangs­wei­se auf Bad oder Küche beschränkt. Auch in einem Ein­gangs­be­reich, Trep­pen­haus oder an einer ein­zel­nen Wand im Wohn­be­reich wirkt es effekt­voll. Um der Wir­kung die­ses expres­si­ven Motivs nicht in die Que­re zu kom­men, soll­te die Ein­rich­tung ent­spre­chend modern und schlicht sein.

Bisazza_Granada Bianco_design Alessandro Mendini_still

Mäan­der-Mosa­ik „Gra­na­da“ gibt es optio­nal in Weiß auf blau­em Fond und in Grau, Schwarz oder Gold auf wei­ßem Fond, 20 x 20 mm Glas- und Gold­mo­sa­ik, Preis auf Anfra­ge, über Bisazza.

FacebookTwitterPinterestWhatsAppEmailPrint
Recent Posts

Suche starten