Kann Birkenstock auch Betten?
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Es ist eine gewagte These: Wer sich mit Fußbetten auskennt, der kann auch Betten. Aufgestellt hat sie Deutschlands liebster Sandalenhersteller Birkenstock, der jetzt ins Ringen um den guten Schlaf einsteigt. Wir erklären, was drin und drunter steckt.

Die bequemen Sandalen mit Korksohle, die dem Fuß style-technisch zwar nicht gerade schmeicheln, haben es dank ihrem unfassbar gemütlichen und gesunden Fußbett im Laufe der Jahre vom Öko-Schlappen zur Hipster-Sandale geschafft. Ab Mitte des Jahres soll es nun Betten geben, die den Körper nachts so entlasten, wie die Schuhe tagsüber unsere beanspruchten Füße.

Wie kam’s?

Die Idee in die Betten-Branche zu gehen, entsprang wie so oft einer privaten Suche: Oliver Reichert, Geschäftsführer bei Birkenstock, wollte seinen Kindern eine neue Schlafstätte gönnen. Doch was er am Markt fand, reichte seinen Ansprüchen nicht. Die für ihn logische Konsequenz: In den Bettenmarkt einarbeiten und selbst welche entwickeln. „Vom Fußbett zum Bett ist der Weg nicht weit“, erklärt er. Aber ist das wirklich so?

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Modell „Sao Paulo“

Was ist das Besondere an Betten von Birkenstock?

Rund zweieinhalb Jahre Forschungs- und Entwicklungszeit stecken drin. Und natürlich die seit 1774 gesammelten Erfahrungen für die Schuhproduktion. Bei seinem neuen Vorhaben verließ sich Oliver Reichert aber natürlich nicht nur auf die eigene Erfahrung, sondern arbeitete mit dem Ergonomie Institut in München zusammen. Es wurde geforscht, entwickelt, infrage gestellt, in Studien überprüft. Die Ergebnisse übertrug Birkenstock schließlich gemeinsam mit dem österreichischen Polstermöbelhersteller ADA auf die neuen Gesundheitsbetten.

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Lattenrost und Matratze passen sich anatomisch dem Körper an

 

Die Schlafsysteme bieten, ähnlich wie der Schuh, eine punktelastische Anpassung an die Konturen des Körpers. Und auch der geradezu unvermeidliche Kork findet sich in den Betten wieder: Als Granulat mit Naturlatex gemischt, bildet er die oberste Auflage der Matratze, die dadurch druckentlastende Eigenschaften erhält.

Ein weiteres Kernstück des Schlafsystems sind die Lattenroste. Wellenförmige Roste passen sich ebenfalls den Körperkonturen an und sorgen für eine noch bessere Druckverteilung und Entlastung. Ultimativen Tiefschlaf soll der neu entwickelte Tellerlattenrost-Rahmen bringen, bei dem nicht die gewohnten Querlatten das Gerüst bilden, sondern kleine, flexible Tellerchen, die eine höhere Punktelastizität bieten. Zusätzlich kann Feuchtigkeit dank dem Korkzusatz besser abgeleitet werden.

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Die Tellerummantelungen mit 50% Kork-Granulat

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„Maine“ kommt mit einem schicken in Leder gefassten Kopfteil

Insgesamt umfasst die Kollektion verschiedene Lattenroste und Matratzen für sechs Betten, die Anfang des Jahres auf der internationalen Möbelmesse in Köln vorgestellt wurden – darunter auch Boxspringbetten. Besonders die kleinen smarten Details gefallen uns und bringen die Gesundheitsbetten auch design-technisch nach vorn. Kostenpunkt: 5000 bis 10.000 Euro, je nach Ausführung.

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Bett „Iona“ gibt’s mit praktischer Leder-Applikation

Nach den Betten von Birkenstock will sich das Traditionsunternehmen übrigens der Produktion von Naturkosmetik und Büromöbeln widmen. Man traut sich also einiges zu beim Schlappenhersteller!

www.birkenstock.com

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