Buch-Tipp: Die Kunst der opulenten Gemütlichkeit

Genug mit schlich­tem Skan­di-Style und stren­ger Ele­ganz! In ihrem neu­en Wohn­buch zeigt Clai­re Bing­ham Woh­nun­gen, die trotz viel Nip­pes per­fekt ein­ge­rich­tet sind oder Häu­ser, in denen kul­ti­vier­te Unord­nung herrscht. Und wie genau das die­se Orte so beson­ders macht, dass wir am liebs­ten gleich ein­zie­hen würden.

Für Design-Auto­rin Clai­re Bing­ham hin­ter­las­sen gera­de die Inte­ri­eurs Ein­druck, die nicht nach Sche­ma F ein­ge­rich­tet wur­den oder aus­se­hen, als stam­men sie direkt aus dem Wohn­ka­ta­log. Und das ist es auch, was man beim Durch­blät­tern ihres zwei­ten Wohn­buchs „A Beau­ti­ful Mess – Die Kunst der opu­len­ten Gemüt­lich­keit“ fin­det. Das Geheim­nis hin­ter den rund um den Glo­bus ver­teil­ten Woh­nun­gen und Häu­sern? Mehr ist mehr! Wun­der­li­che Wohn­ide­en rei­hen sich anein­an­der und sind dabei doch so unter­schied­lich, wie die por­trä­tier­ten Dekorateure.

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Foto: Chris Tubbs

Die Regeln? Es gibt keine Regeln.

Mein gan­zes Haus besteht aus Ein­fäl­len, die Regeln bre­chen“, beschreibt Ste­fa­no Selet­ti sein schil­lern­des Domi­zil in Ita­li­en. In sei­nem Zuhau­se tref­fen im wahrs­ten Sin­ne impro­vi­sier­te Räu­me wie die Küche unten auf einen Win­ter­gar­ten im Land­haus-Look, einen moder­nen, in Weiß gehal­te­nen Loft-Anbau oder ein über und über mit Sti­ckern ver­zier­tes Badezimmer.

Letz­te­res beschreibt der Krea­tiv Direk­tor des gleich­na­mi­gen Design-Labels als Pop-Wun­der­kam­mer, in der er machen kann, was er will: „Krem­pel ansam­meln, Pos­ter anhef­ten – die tota­le Frei­heit haben“. Ein Raum, den es sei­ner Mei­nung nach in jedem Zuhau­se geben sollte.

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Foto: Gan­ni Basso

Stil ist, was gefällt

1560km ent­fernt, aber nur 34 Buch­sei­ten wei­ter, zeigt Style Blog­ge­rin Jen­ny Brandt mit ihrem nor­di­schen Land­haus das skan­di­na­visch nicht gleich schlicht bedeu­ten muss. Viel Kunst und ein fri­scher Stil­mix ver­lei­hen dem schwe­di­schen Häus­chen ihren ganz per­sön­li­chen Look.

Fast alles, bis auf Lam­pen und Tep­pi­che, kauft Jen­ny second­hand. Die Kom­mo­de im Wohn­zim­mer aller­dings gehör­te ihrem Groß­va­ter. Mit neu­em Anstrich und Foto­pa­pier-Col­la­ge bekam sie einen neu­en Look und ist so zu einem der Inte­ri­or-High­lights gewor­den (Titel­bild, Foto Jen­ny Brandt Grönberg).

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Fotos: Jen­ny Brandt Grönberg
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A Beau­ti­ful Mess“ zeigt deka­den­te Deko­ra­tio­nen, wil­de Bil­der­samm­lun­gen und unge­wöhn­li­che Stil­ele­men­te, die sich in den ein­zel­nen Woh­nun­gen zu wun­der­bar ver­rück­ten Inte­rior­kon­zep­ten vereinen.

Neben vie­len Bil­dern fin­den sich nicht nur die Geschich­ten der Bewoh­ner wie­der, son­dern auch per­sön­li­che Wohn­weis­hei­ten und die gol­de­nen Deko­ra­ti­ons-Regeln des jewei­li­gen Styles. Etwa, dass mat­te Far­be ein wei­che­res Licht erzeugt als glän­zen­de Ober­flä­chen, dass wenn man etwas macht, dann am bes­ten gleich rich­tig, und: Cha­os ist cool!

Viel­leicht möch­ten wir nicht in jedem der gezeig­ten Inte­ri­eurs woh­nen, doch sie ermu­ti­gen uns auf wun­der­ba­re Wei­se unse­rer eige­nen Krea­ti­vi­tät frei­en Lauf zu las­sen und geben aller­lei inspi­rie­ren­de Anschübe.

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Foto: Chris Tubbs

Hard Facts

A Beau­ti­ful Mess – Die Kunst der opu­len­ten Gemüt­lich­keit“, teNeu­es, ISBN 978–3-8327–3499-2, 29,90 Euro

Zu kau­fen über teNeu­es, Wohnbuch.de oder Ama­zon

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Psst … hier gibt’s Ein­bli­cke in die Cover Sto­ry von Sera of Lon­don.

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